Was du in der KI nicht misst, steuerst du nicht: Das ist Theater unter anderem Namen. Die meisten "GEO-Reports", die kursieren, sind lose Screenshots — "schau, hier hat ChatGPT uns genannt". Das ist kein Messen. Echtes Messen sind drei Kennzahlen und ein Protokoll, das du jede Woche wiederholst und vergleichst. Hier ist es.
Was KI-Sichtbarkeit messen wirklich heißt
KI-Sichtbarkeit messen heißt: mit einer Zahl wissen, ob ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews deine Marke nennen, wenn jemand nach deiner Kategorie fragt. Kein Gefühl, keine Anekdote — ein Wert, berechnet über ein festes Prompt-Set und über die Zeit verfolgt.
Präsenz, Share of Voice und Citation Rate
Drei verschiedene Kennzahlen — halte sie auseinander, denn sie messen Unterschiedliches und verbessern sich über unterschiedliche Hebel.
- Präsenz: Du tauchst in der Antwort auf oder nicht. Das einfache Ja/Nein.
- Share of Voice in der KI: der Anteil der Antworten, über ein festes Prompt-Set, in denen deine Marke gegenüber dem Wettbewerb zitiert wird.
- Citation Rate: wie oft dich das Modell als Quelle ausweist, geteilt durch die Male, die es dich erwähnt. Sie zeigt, ob du nebenbei genannt oder als Referenz behandelt wirst.
Wie du es misst, Schritt für Schritt
Die Methode ist mit Absicht langweilig, denn das Langweilige lässt sich wiederholen, ohne dass das Ergebnis davon abhängt, wer es an dem Tag macht.
- Lege ein konstantes Prompt-Set fest: 20-50 echte Fragen aus deiner Kategorie, die ein Kunde stellen würde. Dieses Set bleibt unangetastet.
- Setze einen Baseline-Wert: Lass das Set heute gegen jede Engine laufen und sichere das Ergebnis. Das ist dein Nullpunkt.
- Miss jede Woche mit demselben Set und vergleiche mit dem Baseline. Der Trend zählt mehr als die einzelne Zahl.
Welche Tools und Methoden es gibt
Du kannst es von Hand machen (fragen, notieren, wiederholen) oder mit automatisiertem Monitoring, das das Prompt-Set gegen jedes Modell laufen lässt und Erwähnungen und Zitate erfasst. Das Tool ist nicht der Punkt: Der Punkt ist ein festes Prompt-Set und dieselbe Berechnung jede Woche.
| Methode | Wann sie passt | Grenze |
|---|---|---|
| Manuell | Start, wenige Keywords, Budget null | Skaliert nicht und hängt davon ab, wer misst |
| Automatisiert | Ernsthaftes wöchentliches Tracking, mehrere Engines | Erfordert ein gepflegtes Prompt-Set und gutes Lesen der Daten |
Typische Fehler beim Messen
- Einmal messen und damit angeben. Ein Screenshot ist keine Kennzahl.
- Die Fragen jede Woche ändern: Du verlierst den Vergleich.
- Erwähnungen zählen, ohne zu prüfen, ob das Modell die Quelle ausweist.
- Auftauchen in einer Antwort mit dem Beherrschen der Kategorie verwechseln.